Entzugserscheinungen

Posted 19. September 2011 – 10:40 in: Gesundheit & Ernährung

Wenn Menschen regelmäßig Alkohol trinken, dann aufhören möchten oder müssen, kann es durch das plötzliche Absetzen der Alkoholzufuhr zu massiven, mitunter auch lebensgefährlichen Entzugserscheinungen kommen. Der Körper hat sich an den regelmäßigen Alkoholkonsum gewöhnt und reagiert mit Entzugserscheinungen, wenn er das Gift beziehungsweise die Droge Alkohol nicht mehr bekommt.

Fast jeder wird schon mal nach einer Feier, wo er oder sie viel alkoholische Getränke zu sich genommen hat, am nächsten Morgen einen Kater erlebt haben. Entzugserscheinungen sind aber weit aus schlimmer und können zu Kreislaufproblemen, Herzproblemen und auch zu Krampfanfällen führen, die tödlich enden können. Auch wenn ein sogenannter kalter Entzug ohne ärztliche Begleitung vielleicht schon sehr oft gutgegangen ist, kann man vorher nie wissen, welche Entzugserscheinungen in welchem Maße auftreten.

 

Wenn sich jemand seine Alkoholkrankheit eingestanden hat und nun ein alkoholfreies Leben führen möchte, sollte immer ein Arzt des Vertrauens hinzugezogen werden, damit der Alkoholentzug sicher vollzogen werden kann. Nach Möglichkeit ist ein stationärer Alkoholentzug in einem Krankheit der sicherste Weg, denn dort ist man nie alleine und ein Arzt ist immer anwesend. Gegen schlimmer Entzugserscheinungen können auch Medikamente verabreicht werden, die solche Entzugserscheinungen mindern können. Hier ist aber eine ärztliche Verordnung auch sehr wichtig und Medikamente sollten nie ohne ärztliche Kontrolle zur Linderung von Entzugserscheinungen eingenommen werden.

 

Sicherlich ist die Scham, sich wegen seinem übermäßigen Alkoholkonsum einem Arzt anzuvertrauen sehr hoch, aber der Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit. Die Ärzte kennen sich damit aus, haben es schon öfter erlebt und niemand braucht sich schämen, wenn er sich bei einem Arzt Unterstützung für ein ein alkoholfreies Leben holt. Das Risiko, eventuell an den Entzugserscheinungen zu sterben, weil man vielleicht am Erbrochenen während eines Krampfanfall erstickt, ist viel hoch, als dann man dieses Risiko eingehen sollte.

 

Niemand ist allein, wenn er sich Hilfe sucht. Es gibt viele Hilfsangebote, wo man Unterstützung bekommt, wenn man ein neues, alkoholfreies und selbstbestimmtes Leben erlernen möchte.

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